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Radverkehr ist stark gewachsen

In den letzten 12 Jahren hat der Radverkehr im inneren Stadtgebiet Frankfurts um das Dreieinhalbfache zugenommen. Das ergab eine regelmäßig durchgeführte Zählung des Verkehrsdezernats.

Radverkehr ist stark gewachsen

"Stadtrandzählung 2016": Mehr Fahrräder im "inneren Kordon"

Seit 1988 führt die Stadt Frankfurt in Zwei-Jahres-Abständen an rund 125 Zählpunkten sogenannte "Stadtrandzählungen" durch. Hier wird der innerstädtische Verkehr, einschließlich Radverkehr erfasst. Während rund 60 Zählpunkte am "äußeren Kordon", also an Straßen liegen, die den Stadtrand queren, sind weitere 65 am Alleenring, Hauptbahnhofs- und Messeachse sowie den Mainbrücken, dem "inneren Kordon" lokalisiert.

Radverkehr Wachstumskurve

Grafik: Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung

Im inneren Kordon nahm die Zahl der Rad Fahrenden in zwölf Jahren um mehr als das Dreieinhalbfache zu: von 12.000 an einem Stichtag im Herbst 2004 auf 44.000 im Herbst 2016. Durch die zweijährlichen Messungen lässt sich die Steigerung kontinuierlich für den gesamten Zeitraum beobachten. An vier von fünf Zählstellen des inneren Kordons ist eine signifikante Steigerung des Radverkehrs festzustellen.

Insbesondere im Bereich von Messe, Hauptbahnhof und den innerstädtischen Brücken hat der Radverkehr stark zugenommen. Am häufigsten nutzen Radler die Untermainbrücke, gefolgt von Alter Brücke und Flößerbrücke. An allen drei Brücken hat die Stadt Frankfurt in den vergangenen Jahren die Verkehrsinfrastruktur für Rad Fahrende verbessert. Eine ähnlich wichtige Querung ist der autofreie Holbeinsteg. Auch prozentual ist der Radverkehr im Verhältnis zum Auto-Anteil im inneren Kordon in den letzten 12 Jahren dreieinhalb Mal größer geworden: Der Anteil der Fahrräder am Gesamtverkehr stieg von 5 auf 17 Prozent.

Der Autoverkehr im inneren Kordon hat nicht nur prozentual (von 95 Prozent im Jahr 2004 auf 83 Prozent im Jahr 2016) abgenommen, sondern auch absolut – von 244.000 Fahrzeugen 2004 auf 216.000 Fahrzeuge 2016. Das entspricht einem Rückgang um 11,5 Prozent.

Allerdings hat der Autoverkehr im äußeren Kordon im selben Zeitraum stark zugenommen. Ursache hierfür ist vermutlich der Umstand, dass nur relativ wenige Berufspendler, die zwischen Wohnort und Arbeitsplatz die Frankfurter Stadtgrenze passieren, hierzu das Fahrrad benutzen. Auf diesen Wegen spielt das Auto offensichtlich (noch) eine bedeutende Rolle. Die Zunahme hängt nicht zuletzt mit dem starken Wachstum zusammen, das die Stadt Frankfurt seit über einem Jahrzehnt verzeichnet. Das gilt nicht nur für die Gesamtbevölkerungszahl, sondern auch für die Zahl der Pendler – sowohl nach Frankfurt hinein als auch aus der Stadt heraus.

Beides, die gemessene Zunahme des Radverkehrs im inneren Kordon und die Notwendigkeit, im äußeren Kordon attraktive Alternativen zum Autoverkehr zu schaffen, sind starke Argumente für den weiteren Ausbau des Frankfurter Radverkehrsnetzes – und guter Radverbindungen ins Umland.

Mehr Informationen zur aktuellen und den vorangegangenen Stadtrandzählungen finden Sie in dieser Präsentation des Referats Mobilitäts- und Verkehrsplanung.



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