Sie sind hier: Home » Ihre Route » Fahrrad-Parken




Fahrrad-Parken in Frankfurt

Sichere, gut zugängliche und ausreichende Abstellplätze sind ein wichtiger Teil der Radfahr-Infrastruktur einer Stadt. Die Stadt Frankfurt arbeitet kontinuierlich daran, die Parkmöglichkeiten für Rad Fahrende zu verbessern.

Doppelstock-Parker an der Konstablerwache

Überdachte Fahrrad-Abstellanlagen

Im Zuge eines in Frankfurt seit 2005 realisierten Bike+Ride-Konzeptes können Rad Fahrende insbesondere an Stationen der Stadtbahn zahlreiche überdachte Fahrradabstellanlagen nutzen. Kleinere Anlagen mit 10-20 Abstellplätzen wie an den Stadtbahn-Stationen Riedwiese und Sandelmühle (U2) oder Holzhausenstraße (U1, U2, U3, U8) zählen dazu ebenso wie größere Anlagen an den Stationen Heddernheim (U1, U2, U3, U8) oder Stadtgrenze Neu-Isenburg (Straßenbahnlinie 17 - Foto unten).

Bike+Ride Stadtgrenze Neu-Isenburg

Auch an S-Bahn-Haltestellen im Frankfurter Stadtgebiet stehen Rad Fahrenden kleinere (Sindlingen oder Zeilsheim) und größere (Rödelheim) überdachte Fahrrad-Abstellanlagen zur Verfügung. Zwischen 2005 und 2015 ist die Zahl der überdachten Abstellplätze in Frankfurt von rund 600 auf rund 1.000 ausgebaut worden.

B+R RiedwieseDoppelstock-Parker an der Konstablerwache

links: Stadtbahn-Station Riedwiese, rechts: Konstablerwache

Sinnvoll sind überdachte Abstellanlagen nicht nur, um vom Rad zum ÖPNV zu wechseln, sondern auch an Orten, die beispielsweise zum Einkaufen, für Kino- oder Café-Besuche genutzt werden. So befriedigt die im Sommer 2017 an der Konstablerwache errichtete doppelstöckige Fahrrad-Abstellanlage für 96 Fahrräder die besonders an Markttagen des Erzeugermarkts hohe Nachfrage nach Fahrrad-Abstellmöglichkeiten in fußläufiger Entfernung.

Das platzsparende Konzept der doppelstöckigen Fahrrad-Abstellanlage ist von der Bevölkerung sehr gut angenommen worden. Aus diesem Grund werden in den Jahren 2018 und 2019 weitere dieser Anlagen in Betrieb genommen, beziehungsweise bestehende eingeschossige Anlagen kostengünstig zu doppelstöckigen erweitert. Stark ausgedehnt werden dabei die Kapazitäten an der S-Bahn-Station in Rödelheim (von 92 auf 208), am Bahnhof Höchst (von 80 auf 156 Stellplätze), am Lokalbahnhof (von 20 auf 32) und an der U-Bahn-Haltestelle Heddernheim (von 40 auf 124). Neue doppelstöckige Anlagen mit je 32 Plätzen entstehen 2018 am P+R-Parkplatz in Kalbach sowie am Gravensteiner Platz.

Durch diese und weitere Maßnahmen wird sich die Zahl der überdachten Fahrrad-Abstellplätze in Frankfurt am Main bis Ende 2019 auf rund 2.000 verdoppelt haben. Großen Bedarf für weitere Abstellanlagen besteht am West- und Südbahnhof, an der Galluswarte, an den S-Bahn-Stationen in Griesheim und Niederrad sowie an der Stadtbahn-Haltestelle Bergen-Enkheim.

Abschließbare Fahrradboxen

Die ersten 12 abschließbaren Fahrradboxen in Frankfurt können Rad Fahrende seit Mitte Februar 2018 am Arthur-Stern-Platz (Bahnhof Rödelheim) im Rahmen eines Pilotprojekts mieten. Die Boxen gelten als sehr einbruchsicher und eignen sich daher besonders für die Unterbringung von Pedelecs und anderen hochwertigen Rädern. In die oberen Boxen lässt sich das Rad ähnlich wie bei einem Doppelstockparker über eine spezielle Vorrichtung zügig hineinhieven. Die sechs ebenerdigen Boxen bieten eine Stromversorgung, um Pedelecs und E-Bikes aufladen zu können. Für unterschiedliche Zeiträume mieten kann man die Plätze online über die Internetseite www.bikeandridebox.de oder per Smartphone-App.

Fahrradboxen in Rödelheim

Fahrradboxen am Bahnhof Rödelheim.

Eine Tagesgebühr beträgt 2,50 Euro für eine Box mit Lademöglichkeit (ohne Stromversorgung 2,00 Euro), für einen Monat sind 20,00 Euro (15,00 Euro) fürs ganze Jahr 120,00 Euro (100,00 Euro) zu entrichten. Gezahlt wird bargeldlos per PayPal oder Kreditkarte.

Ein zweites Pilotprojekt ist für die Frankfurter Innenstadt beabsichtigt. Abhängig vom Zuspruch der Bevölkerung könnte das Angebot abschließbarer Fahrradboxen in naher Zukunft ausgeweitet werden.

Dezentral platzierte Fahrradbügel

Jahr für Jahr werden im Frankfurter Stadtgebiet rund 500 neue Fahrradbügel montiert. Von beiden Seiten nutzbar, bieten sie Platz für 1.000 Fahrräder. Diese kostengünstigen Fahrradparkplätze, die ebenso unaufwändig zu realisieren wie zu unterhalten sind, finden sich im Stadtzentrum wie in Wohngebieten, an öffentlichen Einrichtungen und in Geschäftsstraßen – kurz: sie sind dezentral in der ganzen Stadt verteilt und helfen Rad Fahrenden, ihr Verkehrsmittel überall sicher und bequem abstellen zu können.

Fahrradbügel in der sanierten Eschersheimer Landstraße

Fahrradbügel in der sanierten Eschersheimer Landstraße

Weil seit einigen Jahren eine stetige Zunahme des Radverkehrs zu beobachten ist, werden insbesondere bei umfassenden Straßensanierungen zusätzliche Fahrradbügel installiert. Beispiele sind die Große Friedberger Straße nördlich der Zeil oder die Eschersheimer Landstraße zwischen Hügelstraße und Am Weißen Stein. Über die Meldeplattform Radverkehr haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, der Verwaltung mitzuteilen, in welcher Straße Fahrradbügel fehlen.

Fahrradbügel in der Sophienstraße

Fahrradbügel können auch an Straßenkreuzungen montiert werden, um Falschparker von diesen Flächen fernzuhalten. Falsch parkende Autos verschlechtern die Sichtverhältnisse an den Kreuzungen und hindern Fußgänger am sicheren queren der Straße. An der richtigen Stelle montiert, können Fahrradbügel somit auch ein Beitrag zur Verkehrssicherheit sein.

Fahrrad-Parkhaus

Seit 2016 gibt es in Frankfurt ein Fahrrad-Parkhaus. Es befindet sich in der Mannheimer Straße an der Südseite des Hauptbahnhofs und bietet Platz für 420 Fahrräder. Ein Tagesticket kostet 1,00 Euro, Monatskarten sind für 10 Euro, eine Jahreskarte für 100 Euro zu haben. Das Angebot richtet sich gezielt an Berufspendler, die Fahrrad und Bahn auf dem Weg zu Arbeit kombinieren.

Fahrrad-Parkhaus

Im Eingangsbereich des Parkhauses finden Rad Fahrende eine vom Frankfurter Verein betriebene Fahrrad-Werkstatt. Sei es ein platter Reifen, eine gerissene Kette, defekte Beleuchtung, ein kaputter Schalt- oder Bremszug – all das wird unter dem Motto "Mobilität erhalten" – quasi während der Parkzeit – wieder instand gesetzt. Die Preise für die Reparaturen entsprechen marktüblichen Konditionen. Kann ein defektes Rad nicht am selben Tag repariert werden, kann der Besitzer solange auf ein Leihrad der Fahrradwerkstatt zurückgreifen.

Wie funktioniert eine doppelstöckige Fahrrad-Abstellanlage?

Doppelstock-Parker an der Konstablerwache

Um Ihr Rad in der oberen Etage der Anlage abzustellen, ziehen Sie einfach die Vorrichtung mit dem rot lackierten Ende zu sich - ähnlich wie eine Schublade. Ist sie ganz herausgezogen, lässt sie sich leicht nach unten klappen. Schließen Sie nun Ihr Fahrrad an. Durch eine Hydraulik kann die Vorrichtung ohne größere Kraftanstrengung wieder nach oben bewegt werden. Wenn die Vorrichtung in waagerechter Position ist, können Sie sie mit Ihrem angeschlossenen Rad ganz einfach in die Anlage hineinschieben. Fertig!

Die Bilder werden groß angezeigt, wenn Sie sie anklicken.

so wird's gemacht – vergrößerte Ansicht wird in Lightbox angezeigt
so wird's gemacht – vergrößerte Ansicht wird in Lightbox angezeigt
so wird's gemacht – vergrößerte Ansicht wird in Lightbox angezeigt
so wird's gemacht – vergrößerte Ansicht wird in Lightbox angezeigt
 

Leihfahrräder…

…gehören übrigens weder in Fahrrad-Abstellanlagen noch an öffentliche Fahrradbügel! Sie werden nach der Nutzung ausschließlich durch das im Leihrad eingebaute Schloss gesichert. An vielen Stellen im Stadtgebiet sind gute Abstellmöglichkeiten knapp. Lassen Sie diese frei für Bürgerinnen und Bürger, die mit dem eigenen Rad unterwegs sind.

Achten Sie auch bitte darauf, Ihr Leihrad so abzustellen, dass Sie niemanden behindern. Vor allem für Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte und Personen mit Kinderwagen oder Rollatoren muss auf den Gehwegen ausreichend Platz zur Verfügung stehen. Herzlichen Dank!



Servicenavigation